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WCH Schlagzeilen

Team Europa legte Grundstein

Durch den Sieg gegen Team USA könnte Team Europa schon am zweiten Spieltag ins Halbfinale einziehen

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Zwei Zu-Null-Spiele gab es am Samstag zum Auftakt des World Cup of Hockey 2016 im Air Canada Centre in Toronto in der Gruppe A. Während der 6-0 Erfolg von Team Kanada gegen Team Tschechien zwar nicht in dieser Höhe, aber erwartet worden war, überraschte zuvor das Team Europa durch sein deutliches 3-0 gegen den Favoriten Team USA.

Die Konstellation in der Gruppe will es so, dass damit der Außenseiter Europa mit einem weiteren Sieg am Montag um 3:00 p.m. ET (21:00 Uhr MESZ, live in Sport1) gegen Team Tschechien den Einzug in das Halbfinale noch vor dem Duell mit den Kanadiern am Mittwoch perfekt machen könnte. Zusätzliche Voraussetzung wäre keine Niederlage von Team Kanada am Dienstag gegen Team USA nach regulärer Spielzeit.

Hinzu kommt und das verbessert die Ausgangssituation zusätzlich, dass es ein Sieg von Team Europa mit drei Toren Differenz war und auch Team Tschechien nun bereits mit einer Tordifferenz von Minus Sechs belastet ist. Ein Kriterium, das bei einem knappen Ausgang in der Gruppe noch von entscheidender Bedeutung werden könnte.

Vorausgesetzt Kanada gewinnt alle seine Gruppenspiele, was aufgrund der klaren Favoritenrolle durchaus in Betracht gezogen werden kann, dann könnten Team Europa sogar zwei knappe Niederlagen in den ausbleibenden Spielen zum Einzug in das Halbfinale reichen, wenn Team USA dann im Gegenzug zum Abschluss der Gruppe am Donnerstag gegen Team Tschechien gewinnt.

Der Grundstein für ein Überleben der Vorrunde von Team Europa ist also bereits auf ein gutes Fundament gelegt worden. Natürlich klar, dass sich Mannschaft und Trainer Ralph Krueger von solchen Rechenbeispielen nicht beirren lassen wollen.

"Wir sind hier hergekommen, um neun Drittel zu spielen und wie jeder wollen wir am nächsten Wochenende [im Halbfinale] auch noch spielen", sagte Krueger bereits in der Pressekonferenz ohne den späteren Ausgang des Spiels von Team Kanada gegen Team Tschechien zu wissen.

"Das war der Grund, warum wir hier angetreten sind. Wir haben uns niemals selbst nur als Begleiterscheinung gesehen. Die Gruppe ist zusammengekommen, um das zu tun, was heute geschehen ist… Wir sind nicht hier hergekommen, um nur ein gutes Spiel zu spielen. Wir sind hier hergekommen, um zu bestehen und nächstes Wochenende noch da zu sein."

Trotz aller Euphorie über den nicht unbedingt erwarteten Sieg blieb das Trainerteam um den 57-jährigen Deutsch-Kanadier fokussiert auf die kommenden Aufgaben. "Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns", betonte Krueger, wonach ein erster Schritt getan wurde, aber noch nichts erreicht ist. "Die Tschechen und die Kanadier sind beide außergewöhnliche Mannschaften. Und jetzt werden wir uns nur auf die nächsten drei Drittel fokussieren."

Auch die Spieler machen keinen Hehl daraus, dass sie sich über ihre Leistung gefreut und nun Blut geleckt haben. "Es ist schön in dieser Situation zu sein, die ersten zwei Punkte eingefahren zu haben", sagte Leon Draisaitl nach dem heutigen Training. "Das versetzt uns in eine komfortable Lage, auf die wir uns aber nicht ausruhen dürfen."

Stürmer und Kapitän Anze Kopitar, der am Samstag die meiste Eiszeit aller Akteure hatte, bläst ins gleiche Horn wie der Youngster Draisaitl. "Wir schauen nicht weit nach vorne, sondern nur von Spiel zu Spiel", sagte der Slowene. "Von daher sind wir fokussiert auf das Spiel morgen, um bereit zu sein und nur das zählt. Wir haben es selbst in der Hand weiter zu kommen, müssen aber dazu geduldig bleiben und unsere Arbeit machen."

Das Schlusswort gehört Krueger: "Ich habe schon sehr viele Turniere gecoacht und von daher weiß ich, dass erst das zählt, was am Ende herauskommt."

 

 

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