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WCH Schlagzeilen

World Cup soll international etabliert werden

NHL spricht über die Zukunft nach dem erfolgreichen Turnier in Toronto

von Dan Rosen @drosennhl / NHL.com Chef-Autor

TORONTO - Durch den Erfolg des World Cup of Hockey 2016, ein Turnier das zum letzten Mal vor zwölf Jahren durchgeführt wurde, soll er auch einen festen Platz im Spielplan der NHL erhalten, sagte am Dienstag Commissioner Gary Bettman vor Spiel 1 des Best-of-3 Finales zwischen Team Canada und Team Europa.

"Es ist sicher, dass es einen weiteren World Cup geben wird und noch mehr World Cups in regelmäßigen Abständen", sagte Commissioner Bettman. "Wir haben uns bisher noch nicht mit der [NHL] Players' Association zusammengesetzt, um zu besprechen, ob es in vier, drei oder fünf Jahren sein wird. Das ist etwas, das noch auf dem Programm steht. Wenn er in wenigen Tagen beendet sein wird, sei es am Donnerstag oder am Samstag, dann holen wir alle tief Luft, lassen unsere betreffenden Leute ausruhen und bei einer Nachbesprechung diskutieren wir, was gut lief, was wir noch besser machen können, was wir verändern und für die Zukunft planen sollten."

Wie der World Cup in der Zukunft aussehen soll ist ein Thema das besprochen werden muss. Zu diesem Prozess gehört das Format nach dem gespielt wird und ob nur Nationalmannschaften teilnehmen oder auch wieder ein Team Europa und ein Team Nordamerika.

"Es war unsere Prämisse bei diesem Event ihn nach über einem Jahrzehnt zurückzubringen, ihn richtig groß aufzuziehen", sagte Commissioner Bettman. "Wir haben das gekonnt mit dem Turnier in Toronto, dem Fan Village, dem Legacy Project und allem drum herum aufgezogen. Er ist nun eine wichtige Veranstaltung auf dem internationalen Sportkalender. Wir haben ein Fundament gelegt auf dem es sich aufbauen lässt."

Commissioner Bettman sagte, dass die Hinzunahme von Team Europa und Team Nordamerika ein Erfolg war, trotz aller Skepsis von außen, als vor einem Jahr in Toronto Details über das Format des Turniers bekanntgegeben wurden.
Team Europe setzt sich aus 23 Spielern aus acht Nationen, die nicht im Turnier vertreten sind, zusammen. Sie wurden zum Überraschungsteam des Turniers, indem sie in der Vorrunde Team USA und Team Tschechien bezwangen und durch einen Halbfinalsieg gegen Team Schweden in das Finale einzogen.

Team Nordamerika bestand aus den besten Spielern aus den Vereinigten Staaten und Kanada, die zum Stichtag 1. Oktober nicht älter als 23 Jahre sind. Sie wurden durch ihr Tempo und ihr Talent, das sie durch Spieler wie Connor McDavid, Auston Matthews, Jack Eichel und Johnny Gaudreau zeigten, zu einem Publikumsliebling.

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"Ich glaube das Konzept ging, trotz der Skepsis von vor einem Jahr, ziemlich gut auf und es gibt keinen Zweifel darüber, dass es durch die Teilnahme von Team Europa und Team Nordamerika, die konkurrenzfähiger als das siebte und achte Nationalteam sind, das stärkste internationale Eishockeyturnier aller Zeiten ist", sagte Commissioner Bettman. "Bedeutet das, dass es auch ein Modell für die Zukunft ist? Nicht zwingend. Wir legen aktuell das Hauptaugenmerk nicht auf eine soclche Entscheidung. Die Planungen sind noch nicht so weit fortgeschritten."
NHL Deputy Commissioner Bill Daly sagte, dass die Popularität von Team Nordamerika seine Erwartungen übertroffen habe.

"Ich glaube, dass das Team sagenhaft gut gespielt hat", sagte Daly. "Der Kader wurde gut zusammengesetzt, das Coaching war gut und die Spieler waren überragend. Die Mannschaft und die Spieler haben die Herzen der Fans getroffen und sie wurden zu einer Art Publikumsliebling des Turniers. Dass so etwas passiert konnte niemand vorhersehen."

Daly sagte, dass der Plan für den nächsten World Cup vom Angebot verschiedener interessierter Märkte, abhängig sei.

"Es war unsere Intention ihm eine Basis zu geben", sagte Daly. "Ich glaube nicht, dass während dieses Turniers etwas passiert ist, was unsere Sicht geändert hat. Noch einmal, wir müssen uns mit der Players' Association zusammensetzen und darüber sprechen."

Daly schließt nicht aus, dass Turnierspiele auch in Europa stattfinden könnten, oder dass jedes Turnier immer an einem Ort abgehalten werden muss.

Es gab neun Spielstätten in sechs Ländern, darunter vier in Europa, beim World Cup 1996. Es gab sieben Spielstätten in sechs Ländern beim World Cup 2004.

"Ich fange mal so an. Es gibt nicht viele Torontos", sagte Daly. "Bei diesem Event hat es geklappt, aber diese Stadt hat in den nächsten Monaten noch viele Top-Sportveranstaltungen. Ich glaube dieser Standort mit seiner Eishockeyleidenschaft ist eine Herausforderung. Wir haben es noch nicht ausgewertet und wir werden sehen, welche Angebote eingehen und was die Leute entscheiden, welche Ideen gut für uns sind, damit wir in Erwägung ziehen, sie umzusetzen. Ich sehe für die Zukunft, dass Spiele an mehreren Orten ausgetragen werden."

Obwohl Daly sagte, dass dieser World Cup in Toronto mehr Zuschauerzuspruch hatte als irgendein anderes internationales Eishockeyturnier, bei dem er jemals gewesen sei.
"Es war schon überragend wie hier dieses Turnier angenommen wurde", sagte Daly.

 

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